Bruderschaft

„Sonntag, den 11. Juli, nachm. 5 ½ Uhr, in der Heinemann’schen Wirtschaft in Remblinghausen:
 Versammlung zur Gründung einer Schützengesellschaft. 
Interessenten werden hierzu eingeladen.
 Personen unter 18 Jahren haben keinen Zutritt.
 Remblinghausen, den 6. Juli 1920 
Der vorläufige Ausschuß.“



So stand es wörtlich am 7. Juli 1920 in der Mescheder Zeitung, Amtliches Kreisblatt für den Kreis Meschede und war gleichzeitig der Start für die heutige Schützenbruderschaft.
 Die erste Satzung vom 18. Juli 1920 enthält einige Paragraphen, die man sich zur heutigen Zeit manchmal zurückwünscht. Zum Beispiel § 16: „Bis zum vollendeten 45. Lebensjahre ist jedes Mitglied, welches am Feste teilnimmt, verpflichtet, bei Strafe von 10 RM an den Umzügen teilzunehmen.“ Oder § 17: „Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, sich bei den Umzügen und während des Festes, besonders auch Fremden gegenüber, sich eines anständigen und gesitteten Betragens zu befleißigen.“
 Im gleichen Jahr, Sonntag, der 17. u. Montag, der 18.10. wurde dann auch das erste Schützenfest in der neu erbauten Schützenhalle gefeiert.

Erste Festmusik auf dem Remblinghauser Schützenfest war die „Feuerwehrkapelle Meschede“, Der erste Schützenkönig war Josef Hanses, Einhaus. Erster Geck (heute Vizekönig) wurde Johann Mütherich aus Enkhausen. 1923 fand wegen der Ruhrbesetzung kein Schützenfest statt.  Im Jahr 1928 wurde erstmals auch eine Schützenkönigin erkoren. Schützenkönig in diesem Jahr der spätere Brudermeister Josef Kotthoff, Wulstern. Er erkor sich seine Ehefrau Elisabeth zur ersten Königin der Vereinsgeschichte.


1939
wurde Franz Schmidt aus Höringhausen letzter Schützenkönig vor dem 2. Weltkrieg. Er war somit der am längsten amtierende König. Erst 1948 konnten die Feierlichkeiten wieder aufgenommen werden. Da Schusswaffen noch verboten waren, wurde der Vogel mit der Armbrust geschossen. Erster Schützenkönig nach dem Krieg wurde Willi Kersting aus Remblinghausen.


1950
wurde mit Wilhelm Schmidt, Höringhausen, der erste Kaiser ermittelt. Das Kaiserschießen soll alle 10 Jahre stattfinden.


1954
löste sich die 1949 gegründete St. Nikolaus Schützenbruderschaft Enkhausen mit den angeschlossenen Ortschaften Mielinghausen und Immenhausen auf. Die Enkhauser Fahne ist seitdem fester Bestandteil der Festivitäten der Schützenbruderschaft Remblinghausen.


1960
wurde das 40-jährige Bestehen mit dem Kaiser schießen eröffnet. Zweiter Kaiser der Vereinsgeschichte wurde Wilhelm Heinemann-Kamphof. Im gleichen Jahr wurde der Fußboden der Schützenhalle erneuert.


1962
erstes Vogel schießen an der neu errichteten Vogelstange mit Kugelfang.


1968
kommt mit Friedel Schemme, Einhaus, erstmals ein Kreisschützenkönig aus Remblinghausen. Im gleichen Jahr wird die neu gestaltete Schützenhalle eingeweiht.


1970
wird das 50-jährige Jubiläum groß gefeiert. Während des Festes wird Franz Nitschmann als dritter Kaiser ermittelt.


1980
löst ihn Ludwig Büngener als Kaiser ab.


1987
wurde die neue Schützenfahne eingeweiht.


1990
wird Udo Schnier als neuer Kaiser ermittelt. Das ZDF hat einen Film über das Vereinsleben in Remblinghausen gedreht und war auch am Schützenfestsonntag beim Umzug und in der Halle dabei.


1991
erhält Brudermeister Johannes Becker, Klause, den Orden für „hervorragende Verdienste“.


1992
findet die 750-Jahr-Feier in Remblinghausen statt. Auch der Schützenverein ist maßgeblich beteiligt.


1993
beginnen der Umbau der Schützenhalle. Der Einsturz des linken Seitentraktes sorgte für viel Aufregung.


1995
feiert die Schützenbruderschaft ihr 75-jähriges Bestehen. Ab sofort findet das Kaiser schießen im 5-Jahres-Rhythmus statt. Neuer Kaiser wird Wilhelm Schmidt, Höringhausen.


1997
erhält Hauptmann Erich Kettmann den Orden für „Hervorragende Verdienste“.


1998
erhält das langjährige Vorstandsmitglied Gottfried Göbel ebenfalls den Orden für „Hervorragende Verdienste“.


1999
erhält das gesamte Dorf auf Initiative der Bruderschaft einheitliche Jakobusfahnen. Im gleichen Jahr wird das ehemalige Sägewerk neben der Halle abgerissen und teilweise als zusätzliches Grundstück erworben.


2000
wird Bernhard Bange als neuer Kaiser ermittelt. Um Kosten zu sparen, gibt es erstmals am Montag keinen Hofstaat beim Umzug.


2003
wird auf der Generalversammlung entschieden, dass Montags das Fest nicht unterbrochen wird, sondern es wird durchgefeiert und klingt am Abend aus.


2004
In der Schützenhalle wurde eine moderne Be- und Entlüftungsanlage eingebaut.


2005
Josef Hanses wird neuer Schützenkaiser.


2006
Der Haupteingangsbereich wird renoviert und teilweise erneuert.


2008
Der kleine Saal bekommt eine neue Bestuhlung und wird renoviert. Der Saal ist ideal für Familienfeiern.
Ebenfalls wird der Speisesaal renoviert. Blickfang ist das von Berthold Klagges und Thomas Schumann gemalte Bild an der Wand des Speisesaals. Es stellt die Kirchengemeinde Remblinghausen dar.


2009
Die Duschanlage wird erneuert und bekommt einen völlig neuen Standort mit davorgelegenem Umkleideraum.


2010
Neuer Kaiser der Schützenbruderschaft wird Wolfram Schulte.


2011
erhält das langjährige Vorstandsmitglied Bernhard Kramer den Orden für „Hervorragende Verdienste“.


2013
Brudermeister Theo Kramer wird aus dem Schützenvorstand verabschiedet. Als Dank und Annerkennung seiner langjährigen Verdienste für die Bruderschaft erhält er den Ehrenteller des Sauerländer Schützenbundes, ausserdem wird er zum Ehrenbrudermeister ernannt.
Uli Schulte wird als neuer Brudermeister gewählt.


2014
Umfangreiche Veränderungen an den Trinkwasserleitungen aufgrund geänderter Hygieneverordnungen.


2015
Umbau & Renovierung des kleinen Saals und des Vorstandszimmers aufgrund der katastrophalen Akustik und der veralteten Elektrik.
Neuer Kaiser der Schützenbruderschaft wird Bernd Schmidt.


2016
Berhard Kramer wird aus dem Schützenvorstand verabschiedet. Zum Dank und als Anerkennung für seine 25-jährige Vorstandsarbeit wurde er zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.
Zum neuen Brudermeister wurde Martin Sträter gewählt.
Das langjährige Vorstandsmitglied Dietmar Rettler erhält den Orden für „Hervorragende Verdienste“.
 

2017
Dietmar Rettler wird aus dem Schützenvorstand verabschiedet. Zum Dank und als Anerkennung für seine 20-jährige Vorstandsarbeit wurde er zum Ehrenhauptmann ernannt.
 

2018
Außenrenovierung der Schützenhalle: Die Halle wurde neu gestrichen, die Beleuchtung erneuert und rundherum durch Fassadenstrahler erweitert, die rechte Hallenseite wurde durch Stehfalzbleche optisch an die linke und hintere Seite angepasst.

2019
Die Beleuchtung im Mittelschiff der Schützenhalle wurde komplett auf LED-Technik umgerüstet.
Pflasterarbeiten an der linken Seite der Schützenhalle. Fast 600 m² Pflaster wurden in Eigenleistung verlegt.

2020
Die Beleuchtung im Speisesaal, Garderobe, Kassenhäuschen und allen Toiletten wurde auf LED-Technik umgerüstet.
100 Jahre Schützenbruderschaft Remblinghausen: Absage des Jubiläumsschützenfestes im Mai aufgrund der Corona-Pandemie.
Auch das Kinderschützenfest und Schützenfest mussten aufgrund Covid-19 agbesagt werden.

 

 

 

Mit mittlerweile über 640 Mitgliedern ist die Schützenbruderschaft der größte Verein in Remblinghausen und ist zu einem festen Bestandteil des örtlichen Lebens geworden, wo sie auch eine Vielzahl von Aufgaben übernimmt, sowohl im kulturellen wie auch im sozialen Bereich. Das Hochfest der Schützen ist natürlich das alljährliche Schützenfest, welches traditionell am 3. Wochenende im Juli gefeiert wird.

Fotos aus vergangenen Tagen ...